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Chihuahua

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Geschichte:
Zusammen mit dem Mexikanischen Nackthund Xoloitzsuintle, blickt der Chihuahua auf eine geschichtsträchtige Vergangenheit. Im 10. Jahrhundert waren in Zentralamerika die Tolteken, Vorfahren der Azteken, ansässig. Sie züchteten die Techichi, die als Ahnen der Chihuahuas gelten, und begruben sie mit ihren Toten. Später züchteten die Azteken die Xolos, die die Seelen der Verstorbenen in das Reich der Toten begleiten sollten. Wie dem Xolo, wurden auch dem Chihuahua magische Kräfte zugesprochen; er war ein Bestandteil der religiösen Rituale der Azteken. So opferte man ihn damals häufig, um die Götter zu ehren oder sie um Schutz und Hilfe zu bitten.

Im 16. Jahrhundert erlebte der Chihuahua das Grauen der spanischen Eroberung durch Cortez und die Konquistadoren. doch dank seiner Klugheit und seiner geringen Größe überlebte er das dunkle Kapitel der Geschichte: Er versteckte sich in Felsspalten oder legte andere listige Verhaltensweisen zutage.

Im Jahr 1850 legten Archäologen in Mexiko ein aztekisches Grab frei. Sie fanden eine Hundestatue, die dem Chihuahua sehr ähnelte und seine geschichtliche Vergangenheit offenbarte. Der Stammbaum des mexikanischen Zwerghundes schien gesichert, und er erhielt den Rassenamen Chihuahua (nach dem mexikanischen Staat). Gegen Ende des 19. Jahrhundert hielt er Einzug in Nordamerika. Der "American Kennel Club" legte zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Rassestandard fest, und 1923 gründete sich der erste Chihuahua-Club. Schließlich erreichte der kleine Hund auch Europa, zunächst England und nach dem Zweiten Weltkrieg auch Deutschland und die Schweiz.

Wesen, Haltung:
Trotz seiner Ähnlichkeit mit dem Xolo oder dem chinesischen Nackthund ist der Chihuahua nie gänzlich nackt, sondern trägt ein kurzes, dichtes und glänzendes Fell. Ein Fellkragen am Hals ist sehr beliebt. Chihuahuas mit langem, gewelltem Fell kommen - außer in England und Amerika - sehr selten vor.

Als Maskottchen reicher Amerikaner und exzentrischer Divas wurde der Chihuahua so manches Mal zu einem leben wider seiner Natur gezwungen. Doch ist weder ein Schoßhündchen noch ein dekorativer Nippes, sondern ein ganz normaler Hund. Und entsprechen möchte er auch behandelt werden!

Einige Hundekenner behaupten, daß der Chihuahua europäischen Ursprungs sei und von der Insel Malta stamme. Tatsächlich sind auf einem Fresko des italienischen Malers Botticelli Hunde abgebildet, die dem Chihuahua sehr ähneln. Die Spanier sollen ihn dann später auf den amerikanischen Kontinent gebracht haben. Diese These ist zwar nicht uninteressant, überzeugt aber nicht viele Experten - der Chihuahua bleibt geheimnisvoll.

Den amerikanischen Züchtern gebührt großer Dank, denn sie verbesserten die Rasse in mühevoller Selektionsarbeit und züchteten einen Hund von ausgeglichenem Charakter, der für Groß und Klein einen prima Kameraden abgibt. Natürlich rührt dieser winzige Vierbeiner an den Beschützerinstinkt im Menschen, und man möchte ihn am liebsten dauernd verhätscheln, küssen und in der Tasche mit sich herum tragen. Aber damit tut man ihm weder einen Gefallen, noch zollt man ihm damit den nötigen Respekt. Dieser lustige kleine Geselle verdient wahrlich mehr.

Der Chihuahua ist sehr gesellig und anhänglich, steht gern im Mittelpunkt und braucht die ungeteilte Aufmerksamkeit und Zuneigung seines Menschen. Das macht ihn zu einem wunderbaren Familienhund. Aber er verträgt das Alleinsein nicht. Er bellt dann laut und langanhaltend, um seiner Trauer Ausdruck zu verleihen. Wenn man gezwungen ist, seinen Chihuahua öfter allein zu lassen, sollte man sich einen zweiten Chihuahua zulegen. Die beiden Spielkameraden werden sich phantasievoll alleine die zeit miteinander vertreiben, ihren Menschen viel Freude machen und so richtig aufblühen.

Er ist selten krank, immer lebhaft, fröhlich und aktiv - dieser seltener Hund würde in "Gefangenschaft" verkümmern. Er liebt viel Bewegung im Wald und auf Wiesen und genießt es, wenn man mit ihm spielt. Eine ruhige Ecke im Garten ist ideal für seine tägliche Entspannung. Auch, wenn er gelernt hat, ein Katzenklo zu benutzen, ist man nicht vom täglichen Gassi gegen befreit!

Der Chihuahua liebt Kinder sehr. Einfühlsam wie er ist, spürt er ihre Schwäche und Verwundbarkeit und erkennt in ihnen seine zukünftigen Herrchen. Er überhäuft die Kleinen mit Liebe und Zuneigung und belustigt sie mit seinem drolligen Gebell, ohne sie dabei zu erschrecken. Aber die Kinder sollen niemals den Hund an seinen Ohren ziehen, an seinem Fell reißen, oder ihn sonst auf irgendeine Art ärgern, sondern ihn immer respektvoll behandeln.

Mit seinen zierlichen Pfötchen, seiner spitzen Schnauze und seinen winzigen Zähnchen weckt der Chihuahua in uns Beschützerinstinkt. Aber er ist erstaunlich robust, und seine Pfoten nehmen es gerne mit jeder Art von Anstrengung auf.

Ernährung, Pflege:
Der Chihuahua braucht täglich etwa 50 g Fleisch und ebensoviel Gemüse. Milchprodukte sind besonders für Jungtiere wichtig, da sie das nötige Kalzium fürs Wachstum und Knochen benötigen. Natürlich frißt er auch Trockenfutter, aber selbst zusammengestellte Mahlzeiten sind besser für diesen Hund.

Langes Fell verschmutzt leicht und muß regelmäßig gebürstet und gekämmt werden, dann glänzt es auch immer schön. Einmal pro Monat ist ein Bad angesagt. Der Hund muß aber danach immer gründlich abgetrocknet werden. Das kurze Fell braucht weniger Pflege.

Widerristhöhe: Zwischen 16 und 20 cm.

Gewicht: Durchschnittlich zwischen 900 g und 2 kg.

Farbe:
Rehbraun, sandfarben, kastanienbraun, stahlblau, einfarbig oder gescheckt.

Durchschnittliche Lebenserwartung: 12 Jahre

Anerkennung durch:
FCI (Fédération Cynologie International)
AKC (American Kennel Club)
CKC (Canadian Kennel CLub)
TKC (The Kennel Club of Great Britain)
UKC (United Kennel Club)

FCI-Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde

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